Blended Learning: Die perfekte Mischung für deine betriebliche Bildung

Autor

Stefan Bucher

Datum

28. November 2024

Mitarbeitende lernen gerne flexibel und selbstgesteuert. Gleichzeitig möchten sie nicht auf den persönlichen Austausch verzichten. Das sind nur zwei von vielen Gründen, weshalb Blended Learning (zu Deutsch «Integriertes Lernen») zu den Top-Lernformen in Unternehmen gehört. Hier stellen wir dir die beliebte Lernform vor, mit spannenden Praxisbeispielen, wie andere Unternehmen e-Learnings und Präsenztrainings kombinieren.

Was ist Blended Learning?

Der Begriff «Integriertes Lernen» (oft auch in der englischen Form «Blended Learning» verwendet) bezeichnet eine Lernform, die Präsenzveranstaltungen und e-Learnings kombiniert. Denn Mitarbeitende lernen in der Regel gerne orts- und zeitunabhängig und im eigenen Tempo. Dazu bieten e-Learnings die perfekte Basis. Jedoch fehlt dabei manchmal der praktische Bezug zum Thema und die soziale Interaktion, um das Gelernte nachhaltig zu verankern. Hierzu eignen sich Webinare, Mobile Learning oder Präsenzkurse besser. Blended Learning vereint das Beste aus beiden Welten, indem es eine Kombination aus analogen und digitalen Lernformen nutzt. Das steigert die Effektivität des Lernprozesses und verbessert das Lernerlebnis.

Die Kombination von verschiedenen Lernformen allein ist noch kein Blended Learning. Ein Lehrgang ist erst «integriert» bzw. «blended», wenn die einzelnen Kurse aneinander anknüpfen. Das bedeutet: Der Inhalt ergänzt sich über verschiedene Kurse hinweg. Ein typisches Beispiel ist die Autoprüfung: Die Theorie, etwa Verkehrsregeln, lernen Fahrschüler:innen digital. Das praktische Fahren üben sie anschliessend mit einer Fahrlehrerin oder einem Fahrlehrer im Auto.

Beliebte Lernformen in der Praxis

Die folgende Grafik gibt einen Überblick über beliebte Lernformen in der Praxis mit Beispielen für e-Learnings sowie für Präsenztrainings.

 

 

«Blended Learning steht seit 2009 immer auf den vorderen Plätzen unserer Expert:innen-Befragung ´mmb Learning Delphi´. 90 Prozent der von uns befragten Bildungsexperten sehen diese digitale Lernform als zukunftsfähig an. Nachdem sie in der Corona-Zeit von didaktischen Konzepten zum informellen Lernen von der Spitze verdrängt wurde, steht sie nun wieder in der Liste ganz oben.»

Dr. Lutz Goertz - Leiter Bildungsforschung mmb Institut

 

 

 

Vorteile für Mitarbeitende

  • Flexibles, selbstgesteuertes Lernen dank e-Learnings: Eigenes Lerntempo, orts- und zeitunabhängiges Lernen, Fokus auf individuellen Wissensstand.
  • Zusätzliche Mehrwerte durch Präsenzkurse: Persönlicher Austausch, Nutzung von Schwarmwissen, etc.
  • Individuelle Unterstützung beim Lernprozess: Gezielte Vertiefung bei Schwachstellen und Stärkung der Wissensbasis, dadurch lernen sie effizienter.

Vorteile für Unternehmen

  • Effiziente Wissensvermittlung: Selbststudium reduziert Präsenzunterrichtszeit und spart Ressourcen.
  • Ansprache aller Lerntypen: Passender Mix aus flexiblen und interaktiven Elementen für unterschiedliche Lernpräferenzen.
  • Kostenersparnis: Selbstständiges Erlernen von Grundlagenwissen führt zu kompakteren Präsenzschulungen, da Mitarbeitende beim gemeinsamen Praxistransfer auf dem gleichen Stand sind. Kürzere Präsenzschulungen wirken sich auf Reisekosten, Raummieten, Verpflegung, Lohnkosten usw. aus.
  • Effektivere Planung und Umsetzung: Mit einem LMS können Unternehmen ihre Blended-Learning-Konzepte zielführend planen, effizient im Unternehmen einführen und das ganze Potenzial ausschöpfen. Das sorgt für einen transparenten Lernprozess und vermindert den Schulungsaufwand.
  • Mitarbeiterbindung:  Bei gemischten Lernformen stehen interaktive Inhalte und der gleichzeitige Austausch mit anderen Mitarbeitenden oder Bildungsverantwortlichen im Zentrum (Webinare, Quizzing, Lern-Duelle, etc.). Dies stärkt den Teamgeist und wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit aus.

So findest du die passende Blended-Learning-Strategie für dein Unternehmen - mit Selbsttest. 

 

So kombinierst du verschiedene Lernformen

  • Klare Lernziele definieren: Dieser Punkt ist sowohl für Kurs-Erstellende als auch für Teilnehmende von entscheidender Bedeutung. Bei der Erstellung eines Kurses bilden Lernziele das Grundgerüst des Lehrgangs und ermöglichen eine gezielte Kursgestaltung je nach Zielgruppe und deren Wissensstand. Für die Teilnehmenden helfen klare Ziele beim Fokus und ermöglichen die Verfolgung des Lernfortschritts, was zu einem erfolgreichen und lohnenden Lernerlebnis führt.
     
  • Abstimmung der Lernformate: Durch die Abstimmung der Lernformate stellst du sicher, dass alle die Inhalte effektiv verstehen, anwenden und die Ziele erreichen.
    Zum Beispiel kann ein Lehrgang so aufgebaut sein, dass eine Präsenzschulung erst erfolgt, wenn die dafür notwendigen e-Learnings absolviert wurden. Oder der interaktive Erfahrungsaustausch via Webinar erst stattfindet, wenn das Gelernte in der Praxis angewendet wurde. Unser kostenloses Factsheet zeigt spannende Praxisbeispiele, wie sich Lernformen optimal kombinieren lassen.
     
  • Übersichtlichere Planung mit einem Tool: Es kann herausfordernd sein, die Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Lernaktivitäten zu planen. Ein Learning Management System (LMS) eignet sich für diesen Zweck optimal. Auf der zentralen Plattform verwalten Sie sämtliche Lerninhalte und -aktivitäten einfach und strukturiert und stellen diese bereit.

Praxisbeispiele

Im kostenlosen Factsheet von easylearn finden Sie spannende Praxisbeispiele, wie Unternehmen unterschiedliche Lernformen miteinander kombinieren.

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