Damit ein Lernkonzept langfristig erfolgreich ist, lohnt es sich für Unternehmen, die Unterschiede von e-Learning und Mobile Learning sowie deren Nutzen zu kennen. Beide Lernformen basieren auf unterschiedlichen Konzepten. Doch wie finden Bildungsverantwortliche die passende Lernform? Unsere Praxistipps und der kostenlose easylearn Guide «Passende Lernform finden» unterstützen bei der Evaluation. Damit die betriebliche Bildung auf mobilen Endgeräten sowie am Desktop von Anfang an funktioniert.
Diese Unterschiede müssen Unternehmen kennen
Bildungsverantwortliche wissen, welchen Nutzen die Lernformen e-Learning (Web Based Training, WBT) und Mobile Learning bieten. Hingegen wird oft vernachlässigt, dass die folgenden Unterschiede wegweisend für die strategische Planung sind:
- Definition: Grundsätzlich umfasst der Begriff e-Learning jede Lernform, bei der Lerninhalte mit elektronischen Geräten übers Internet oder Intranet vermittelt werden. Mobile Learning im Unternehmen bildet eine ergänzende Art des e-Learnings.
- Endgerät: Die Wissensvermittlung am Computerbildschirm gestaltet sich deutlich anders als am Smartphone-Display. Dies beeinflusst Didaktik, Design und Technik.
- Konzeptbasis: Da die beiden Lernformen hinsichtlich der Didaktik, Design und Technik sehr unterschiedlich sind, ist in jedem Fall ein eigenständiges Konzept erforderlich.
- Verwendungszweck: Grundsätzlich eignet sich e-Learning (Web Based Training), bei fundiertem Theoriewissen mit hohem Textanteil, Videoinhalt oder Tonsequenzen. Dies erfordert nämlich eine höhere Aufmerksamkeitsspanne. Mobile Learning hingegen eignet sich besonders, um das Gelernte anhand kleiner Lernhäppchen zu vertiefen. Praxisbeispiele dazu finden Sie im kostenlosen easylearn-Guide «Passende Lernform finden».
Mobile Learning: Diese Aspekte gilt es zu beachten
In der Welt der Wissensvermittlung überzeugt Mobile Learning dank attraktiven Möglichkeiten in vielen Unternehmen. Durch das mobile Lernen am Smartphone rufen Mitarbeitende das relevante Wissen orts- und zeitunabhängig ab und vertiefen dieses. Doch die Integration einer neuen Lernform in eine bestehende Lernkultur erfordert eine durchdachte Vorgehensweise. Wer das Lernen mit mobilen Endgeräten in der Bildung erfolgreich verankern möchte, sollte sich dabei an folgenden 6 Fakotren orientieren:
- Eigenständiges Konzept: Mobile Learning ist mehr als nur e-Learning im Kleinformat. Inhalte einfach zu übertragen, scheitert an den unterschiedlichen Bildschirmgrössen und der Auffassungsfähigkeit der Lernenden an den Endgeräten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer eigenen, durchdachten Mobile-Strategie.
- Didaktische Aspekte: Achten Sie auf kleine Lernhäppchen mit einfachen Interaktionen und kurzen Texten. Grund dafür: Die Aufmerksamkeitsspanne ist beim Mobile Learning aufgrund häufiger Unterbrechungen wie Pushmitteilungen oder Anrufen geringer.
- Gestalterische Aspekte: e-Learning Kurse lassen nicht so einfach auf mobile Geräte transferieren. Anders als am Desktop richten sich Lerninhalte für mobile Endgeräte auf das Hochformat aus. Aufgrund des kleinen Displays benötigt es für eine übersichtliche Gestaltung reduzierte Inhalte. Grosszügige Klickflächen helfen zudem den Lernenden bei der Navigation. Interaktive Elemente wie Hover und Mouseover entfallen auf dem Smartphone-Display. Dafür funktionieren Swipe-Möglichkeiten optimal.
- Technische Aspekte: Die Lernform ist nur dann erfolgreich, wenn eine funktionierende Technik und eine intuitive Bedienung gegeben sind. Ansonsten sind mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets für die Wissensvermittlung schwer einsetzbar. Diesbezüglich ist eine optimierte Ladegeschwindigkeit bedeutend. Möglichst wenig Audio- und Video-Inhalte helfen bei der Optimierung der Ladezeiten.
- Zeitliche Aspekte: Eine kompakte Lerndauer von 3 - 9 Minuten ist für ein Lernsnack in mobiler digitaler Form optimal. Dabei steht der Fokus auf den wichtigsten Inhalten.
- Achtung bei Videocontent: Stark videogestützte Lerninhalte eignen sich aufgrund der Datennutzung und der Bandbreite nicht für das Mobile Learning.
Diese Vorteile bringt Mobile Learning
Folglich ist Mobile Learning im Unternehmen nur dann erfolgreich, wenn die Lösung didaktisch und technisch auf einem für Smartphones optimierten Konzept basiert z.B. durch eine Lernapp. Erst wenn die oben genannten Aspekte durchdacht und geplant sind, lässt sich ein mobiles Lernerlebnis erfolgreich realisieren. Der daraus entstehende Nutzen von Mobile Learning ist bedeutend:
- Erhöhte Effizienz im Lernprozess: Pendelzeiten können effektiv zum Lernen genutzt werden. Diese Flexibilität schätzen viele Mitarbeitende.
- Personalisiertes Lernen: Die betriebliche Bildung wird auf der privaten Umgebung des Nutzers zur Verfügung gestellt, was individuelles und problembasiertes Lernen ermöglicht.
- Einordnen von Kompetenzen: Dank Mobile Learning im Unternehmen lernen Mitarbeitende an beliebigen Orten wie historischen Schauplätzen, beim Kundentermin oder direkt an der neuen Produktionsmaschine.
- Technologie: Richtig eingesetzt, fördern Instrumente wie GPS, Fotokamera oder QR-Code Scanner die Interaktion im Lernprozess.

Mit dem easylearn-Guide zur passenden Lernform
Welche Lernform eignet sich nun für welche Lerninhalte? Für eine zielführende Wissensvermittlung, müssen Bildungsverantwortliche ihre Lerninhalte und die Zielgruppe analysieren. So finden sie die dafür passende Lernform und schaffen ein individuelles Lernerlebnis.
Diese Entscheidung gestaltet sich nicht einfach, da beide Lernformen einen bedeutenden Nutzen aufweisen. Doch die gute Nachricht ist: Unternehmen müssen sich nicht zwingend für eine Lernform entscheiden. Es bewährt sich nämlich, gewisse Themen in einer sogenannten Mischform abzubilden. Wie das in der Praxis funktioniert entdecken Sie im easylearn-Guide «Passende Lernform finden». Dieses Hilfsmittel zeigt Bildungsverantwortlichen anhand Praxisbeispielen auf, für welche Lernform sich ihre Schulungsinhalte eignen.
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