• Nutze deinen eigenen Unterlage als Grundlage
• Nutze KI für die diaktische Überabeitung
• Gib klare Vorgaben zu Zielgruppe, Lernziel, Tonalität, etc.
• Überprüfe die KI-Ergebnisse immer
• Denke Datenschutz, Recht und Ethik von Anfang an mit
Lerninhalte mit KI erstellen: So erzielst du die besten Ergebnisse
Datum
09. June 2026
KI unterstützt heute so viele Schritte in der Kurserstellung, dass die entscheidende Frage nicht mehr lautet: Was kann KI? Sondern: Wie setzt du sie so ein, dass sie dich wirklich entlastet, die Qualität verbessert und du die Kontrolle behältst? In diesem Blog zeigen wir dir, wie KI dich konkret beim Erstellen von e-Learnings unterstützt und was du dabei beachten solltest. Ausserdem findest du einen Leitfaden zu Datenschutz, Recht und Ethik beim Einsatz von KI im Unternehmen zum herunterladen.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
KI-Tools zur Erstellung von Lerninhalten
Es gibt inzwischen unzählige KI-Tools zum Generieren oder Bearbeiten von Texten, Bildern, Videos, Audio oder Musik. Die Unterschiede sind gross: bei Funktionen, Qualität, Preisen und Preismodellen. Von kostenlosen Basisversionen bis zu Abos und Credit-Modellen ist alles dabei. Umso wichtiger ist es, nicht einfach das bekannteste Tool zu wählen, sondern das passende für deinen konkreten Anwendungsfall.
Im Folgenden erfährst du, was du beim Generieren von verscheidenen Medien beachten musst. Wenn du einen Überblick über KI-Tools suchst, empfehlen wir dir unser gratis e-Learning zur Kurserstellung mit KI. Darin stellen wir konkrete kostenlose KI-Tools für die Kurserstellung vor und zeigen dir, was du damit alles machen kannst. So steigst du ohne grosses Risiko ein, sammelst erste Erfahrungen und kannst verschiedene Einsatzmöglichkeiten direkt ausprobieren.
Mit KI Lerninhalte didaktisch aufbereiten
KI ist eine grossartige Unterstützung, wenn es darum geht, Inhalte didaktisch aufzubereiten. Nutze sie zum Beispiel, um ganze e-Learning Drehbücher zu erstellen, Lernziele zu formulieren, Fachinhalte in sinnvolle Lerneinheiten zu gliedern, passende Wissenschecks zu entwickeln oder Inhalte auf das Vorwissen einer Zielgruppe abzustimmen. Nimm dazu deine bestehenden Unterlagen als Grundlage, die fachlich zwar stimmen, aber noch nicht lerngeeignet aufgebaut sind.
Prompt-Beispiel:
«Nutze das folgende Dokument als Grundlage und bereite die Inhalte didaktisch für eine e-Learning-Lektion von etwa 10 Minuten auf. Zielgruppe: neue Mitarbeitende in der Produktion mit wenig Vorwissen. Lernziel: die drei wichtigsten Sicherheitsregeln am Maschinenarbeitsplatz kennen und im Arbeitsalltag anwenden können. Gliedere den Inhalt in eine sinnvolle Reihenfolge, formuliere klare Lernziele und ergänze am Ende drei Kontrollfragen.»
Möchtest du promten wie ein Profi und schneller zu besseren Ergebnissen kommen? Dann besuche unsere Schulung und erlerne die Macht der KI !
Texte mit KI erstellen & bearbeiten
Am meisten bringt dir KI bei Texten, wenn du sie als Unterstützung und für den Feinschliff einsetzt. Sie ohne fachliche Grundlage einfach einen fertigen Kurstext schreiben zu lassen, funktioniert selten. Denn KI erfindet gerne Inhalte und stellt sie sehr glaubwürdig dar. Dazu kommt: Viele KI-Texte klingen zwar professionell, sagen beim näheren Hinschauen aber wenig aus, bleiben oberflächlich und wiederholen sich inhaltlich.
Benutze deine KI-Tools also besser zum Strukturieren, Verdichten, Umformulieren oder Vereinfachen bestehender Inhalte. Auch bei Recherchen sparst du mit KI viel Zeit, aber prüfe die Outputs und erstelle den Kurs dann mit eigenem Rohmaterial. Für möglichst gute Textergebnisse braucht die KI zudem klare Anweisungen zu: Zielgruppe, Lernziel, inhaltliche Schwerpunkte, Tonalität und gewünschte Struktur.
Dann unterstützt KI dich bei:
• Textüberarbeitungen
• Zusammenfassungen
• Formulierungen von Quizfragen oder anderen Wissens-Checks
• Grammatik- und Rechtschreibkontrolle
• Übersetzungen
Prompt-Beispiel für Texte:
«Formuliere aus dem folgenden Inhalt einen kurzen Erklärungstext für ein e-Learning. Der Text soll neuen Mitarbeitenden in der Produktion klar vermitteln, wann welche Sicherheitsvorschriften an einem Maschinenarbeitsplatz gelten. Tonalität: klar, präzise und verständlich. Textlänge: maximal 1000 Zeichen. Struktur: ein kurzer Einleitungssatz danach drei klar formulierte Vorschriften als Aufzählung. Verwende keinen Fachjargon und keine unnötig komplizierten Formulierungen.»
Bilder & Grafiken mit KI gestalten
KI unterstützt dich beim Erstellen und Bearbeiten von Bildern: Generiere Illustrationen, fotorealistische Bilder und Grafiken, oder passe deine bestehenden Visuals an euer CD/CI oder den Stil deines e-Learnings an. Besonders gut funktioniert das, wenn du der KI sagst, was das Bild im e-Learning erklären oder verdeutlichen soll. Nimm dafür beispielsweise einen erklärenden Textabschnitt aus deinem e-Learning als Grundlage.
Bild-Outputs sind besser, je besser deine Vorstellung davon ist: Beschreibe der KI möglichst genau, was im Bild zu sehen sein soll, in welchem Stil und welches Format du brauchst. Auch Angaben zur Bildstimmung, zum Ausschnitt und zu Elementen, die nicht vorkommen sollen, verbessern das Ergebnis. Prüfe dabei Bilder mit Menschen besonders sorgfältig. Fotorealistische Darstellungen sind zwar deutlich besser geworden, wirken aber noch nicht immer natürlich.
Prompt-Beispiel für Bilder:
«Erstelle eine Vektor-Illustration für ein e-Learning. Format: Querformat 16:9. Hintergrund schlicht, ohne unnötige Details. Szene: Eine einzelne Person steht leicht seitlich versetzt links vor einer Kreissäge. Sie trägt gut sichtbar Schutzbrille und Kapselgehörschutz. Keine weiteren Personen. Markiere rund um das Sägeblatt der Kreissäge einen deutlich sichtbaren Sperrbereich mit einem Kreis/Ring oder einer gestrichelten Zone. Beschrifte diese Zone direkt mit: «12 cm Sicherheitsabstand». Zeige klar, dass die Hände der Person nicht in dieser Zone sind.»

Wichtig: Prüfe bei KI-generierten Bildern immer die Nutzungsrechte und die rechtlichen Rahmenbedingungen bevor du etwas veröffentlichst. Unser Leitfaden zeigt dir, was du beachten musst.
Videos mit KI generieren
Licht, Kamera, Action! Oder doch nicht? KI-Tools erstellen für e-Learnings kurze Videosequenzen aus Text, Bildern oder bestehendem Material. Du kannst damit zum Beispiel eine konkrete Arbeitssituation darstellen, einen Ablauf sichtbar machen oder einen Inhalt als animierte Szene umsetzen. Auch einfache Anpassungen an bestehendem Videomaterial wie das Kürzen, Untertitel setzen oder das Reduzieren von Störgeräuschen setzt KI schnell um.
Gib der KI dazu möglichst genaue Angaben, wie die Szene aussehen soll und wie lang die Sequenz sein darf. Beschreibe Motiv, Stil, Bildaufbau, Dauer und die zentrale Aussage des Videos. Wenn du noch nie mit KI ein Video erstellt hast, lohnt es sich, zunächst mit verschiedenen Prompts zu experimentieren, um das Tool besser kennenzulernen.
Prompt-Beispiel für Videos:
«Erstelle eine kurze fotorealistische, cineastische Videosequenz für ein e-Learning zum Thema Datenschutz. Zeig eine Frau, die nachts im Büro vor einem Computerbildschirm sitzt. Kamera steht hinter dem Monitor und blickt auf ihr Gesicht; die obere Kante des Monitors ist im Vordergrund sichtbar und unscharf. Vor ihrem Gesicht liegt eine halbtransparente, schwebende Benutzeroberfläche: klare orange und blaue Zahlen und Code-Elemente. Stimmung: kühles blaues Licht, hoher Kontrast, geringe Tiefenschärfe, realistische Haut. Dauer: 20 Sekunden.»

Vertonungen mit KI
KI-Tools verwandeln Texte schnell in professionelle Vertonungen und erleichtern damit die Audioproduktion für e-Learnings deutlich. Du kannst Sprechtempo, Betonung und je nach Tool auch Stimme, Sprachvariante oder Aussprache anpassen. Je nach Inhalt stösst KI aber an Grenzen: Emotionale Passagen, heikle Gesprächssituationen oder andere Inhalte, die viel Nuance und Feingefühl verlangen, wirken mit KI-Stimmen manchmal unnatürlich. In solchen Fällen lohnt sich eine professionelle Vertonung im Studio weiterhin.
Hättest du erkannt, dass es sich hier um eine KI-Stimme handelt?
Musik mit KI komponieren
Ob Country, Oper oder Techno: KI erstellt für dich Melodien und komplette Lieder. Eine echte Band oder Musikproduktion ersetzt die künstliche Intelligenz zwar noch nicht, aber für e-Learnings, Corporate Videos oder Präsentationen bietet sie eine schnelle und unkomplizierte Lösung. Lege Genre, Instrumente und Dynamik fest oder passe bestehende Musikstücke an. Einige KI-Systeme erkennen sogar den Rhythmus eines Videos und generieren passgenaue Hintergrundmusik. Praktisch: Die meisten dieser Werke sind lizenzfrei nutzbar. Prüfe aber immer die Nutzungsrechte des jeweiligen Tools, bevor du KI-generierte Musik einsetzt.
Prompt-Beispiel für Musikstücke:
«Erstelle ein ruhiges instrumentales Musikstück mit Klavier und einer dezenten Schlagzeugbegleitung. Das Tempo liegt bei etwa 80 BPM. Die Stimmung ist ruhig, konzentriert und leicht atmosphärisch. Die Musik soll unaufdringlich wirken und sich gut als Hintergrund für ein e-Learning eignen. Kein Gesang.»
Was ich muss bei der Nutzung von KI beachten?
KI ist kein rechtsfreier Raum. Gerade in HR und der betrieblichen Bildung ist wichtig, dass KI-Inhalte korrekt, fair und datenschutzkonform bleiben. Einen erstenÜberblick findest du unten in den FAQs. Unser Leitfaden zu Datenschutz, Recht und Ethik zeigt dir kompakt, worauf es im Unternehmen ankommt – damit du Risiken früh erkennst und KI verantwortungsvoll nutzt.
FAQ: Was ich muss bei der Nutzung von KI beachten?
Welche Rechte habe ich bei KI-generierten Inhalten?
Mit KI erstellte Inhalte sind in der Regel nicht urheberrechtlich geschützt. Trotzdem sind KI-Outputs nicht automatisch frei von Rechten Dritter, etwa wenn sie bestehende Stile, Designs oder Teile davon übernimmt. Die Verantwortung für veröffentlichte Inhalte liegt bei dir bzw. bei deinem Unternehmen. Prüfe deshalb deine Texte, Bilder, Videos oder Audios, dass sie keine bestehenden Werke erkennbar nachahmen.
Welche Daten darf ich mit der KI teilen?
Teile niemals sensiblen Daten mit der KI. Überlege, ob die eingegebenen Informationen für andere nutzbar oder sogar gegen dich oder dein Unternehmen verwendet werden könnten. Falls nötig, anonymisiere Daten so, dass keine Rückschlüsse auf dein Unternehmen oder deine Person möglich sind. Wie du Daten am besten anonymisierst, zeigen wir dir im Leitfaden.
Darf ich KI-generierten Inhalten trauen?
KI ist gut darin, Dinge zu erfinden und sie sehr glaubwürdig zu präsentieren. Prüfe KI-Resultate daher immer sorgfältig und nutze sie auch nie als alleinige Entscheidungsgrundlage.

