Was muss ein gutes Autorentool können?

Autor

Ylenia D'Amore

Datum

25. March 2026

Der Markt für Tools zur Kurserstellung ist gross und die Versprechen klingen oft ähnlich. Damit du dich schneller zurechtfindest und einen Überblick gewinnst, haben wir die wichtigsten Anforderungen und Auswahlkriterien für Autorentools für dich zusammengestellt. Zusätzlich unterstützt dich unser kostenloser Leitfaden dabei, ein Autorentool bei dir im Unternehmen einzuführen.

Was ist ein Autorentool und warum ist es strategisch relevant?

Fachkräftemangel, regulatorische Vorgaben und hohe Fluktuation erhöhen den Druck auf HR und Führungskräfte. Wenn Wissen nicht strukturiert dokumentiert und geschult wird, geht es verloren. Mit einem Autorentool erstellst du Schulungen intern, aktualisierst Inhalte sofort und sicherst Know-how langfristig im Unternehmen.

Welche Grundfunktionen braucht ein Autorentool?

  1. WYSIWYG-Editor – «Was du siehst, ist was du bekommst»
    Ein WYSIWYG-Editor (What you see is what you get) zeigt dir jeden Lernschritt genauso, wie ihn deine Lernenden später sehen. Du korrigierst Inhalte direkt im Layout, ohne Vorschau-Modus oder technische Umwege. Das spart Zeit: Statt zwischen Bearbeitung und Vorschau zu wechseln, siehst du Änderungen sofort im finalen Design.
     
  2. Multimedia-Integration
    Bilder, Videos oder PDF-Dateien lassen sich per Drag-and-Drop direkt in einen Lernschritt einfügen. Inhalte können dadurch schnell und ohne technische Vorkenntnisse integriert werden. Das spart Zeit in der Erstellung und vereinfacht die Bearbeitung.
     
  3. Interaktive Elemente
    Quizze, Drag-and-Drop-Aufgaben oder Hotspots machen aus statischem Content echte Lernerlebnisse. Mit Interaktionen förderst du den Wissenstransfer. Achte darauf, dass solche Elemente flexibel einsetzbar sind, nicht nur als starre Standard-Vorlage.
     
  4. Responsives Design
    Deine Lernenden nutzen Laptop, Tablet oder Smartphone. Damit Inhalte und Funktionen auf allen Geräten lesbar und bedienbar bleiben, passt ein gutes Autorentool diese automatisch an. So erstellst du einen Kurs nur einmal und erreichst trotzdem alle Endgeräte.
     
  5. Vorlagen und Themes
    Mit Vorlagen erstellst du neue Kurse auf Basis bestehender Strukturen. Layout, Schrift und Farben bleiben konsistent. Das reduziert Gestaltungsaufwand und stärkt eure interne Markenwirkung. Gerade für HR-Teams mit wenig Zeit sind Templates ein echter Effizienzfaktor.

 

„Grafik zu den ‚6 Dimensionen der Präventionskultur‘ mit sechs Symbolen rund um zentrale Aspekte der Arbeitssicherheit. Darunter eine Multiple-Choice-Frage zur Gesamtverantwortung im Betrieb mit drei Antwortmöglichkeiten.

Welche technischen Anforderungen muss ein Autorentool erfüllen?

  1. SCORM- und CMI5-Export 
    Standardisierte Exportformate wie SCORM oder CMI5 stellen sicher, dass dein Kurs in bestehende LMS-Strukturen integriert wird und überträgt Lernstände, Testergebnisse und Zertifikate automatisch. Ohne Standards entstehen manuelle Workarounds und zusätzlicher Administrationsaufwand.
     
  2. Web-basiertes Arbeiten
    Ein webbasiertes Autorentool läuft direkt im Browser. Du benötigst keine Installation und keine lokale Wartung. Updates erfolgen automatisch. Das entlastet eure IT-Abteilung und dein Team arbeitet standortunabhängig.
     
  3. Performance
    Ein leistungsfähiges Autorentool verarbeitet auch umfangreiche Kurse mit vielen Medien flüssig. Lange Ladezeiten oder Systemabbrüche bremsen Projekte aus und führen zu Frustration, bei Autor:innen wie bei Lernenden.

Zentrale Autorentool-Funktionen für eine effiziente Zusammenarbeit

  1. Kollaboration in Echtzeit
    Mit der Kollaborationsfunktion arbeiten mehrere Personen am selben Kurs gleichzeitig. Ein gutes Autorentool erlaubt es euch, Inhalte direkt im Tool zu kommentieren und anzupassen. Das beschleunigt Freigaben und verhindert Versionschaos und endloses E-Mail-Pingpong.
     
  2. Versionskontrolle
    Wer hat was geändert? Wann wurde die letzte Aktualisierung vorgenommen? Eine saubere Versionshistorie schafft Transparenz und Sicherheit. Gerade bei regulatorischen Schulungen ist Nachvollziehbarkeit entscheidend.
     
  3. Review- und Freigabeprozesse (Redaktionsbereich)
    Mit klar definierten Rollen steuerst du den gesamten Abstimmungsprozess strukturiert und nachvollziehbar. Inhalte durchlaufen festgelegte Prüfschritte und werden erst veröffentlicht, wenn alle Freigabeschritte abgeschlossen sind. So entsteht ein verlässlicher Workflow, der Qualität sichert und Verantwortlichkeiten transparent regelt.
     
  4. Asset-Bibliothek & wiederverwendbare Inhalte
    Eine zentrale Medienbibliothek speichert Bilder, Videos und Dokumente strukturiert ab. DBei der Erstellung von neuen Kursen kannst du direkt darauf zugreifen, statt Dateien erneut hochzuladen oder lokal zu suchen. Wiederverwendbare Module reduzieren Pflegeaufwand und sichern einheitliche Inhalte über mehrere Schulungen hinweg.

 

Screenshot eines Social-Media-Trainings mit eingeblendeter Kommentarbox, die positives Feedback zu einem Video enthält. Im Hintergrund eine Grafik mit dem Titel ‚Richtiger Umgang mit Social Media‘ und einer Illustration eines Smartphones.

Welche Zusatzfunktionen im Autorentool lohnen sich?

  1. Intuitive Benutzeroberfläche
    Ein Autorentool sollte sich ohne lange Einarbeitung nutzen lassen. Eine klare, verständliche Oberfläche ermöglicht es auch Personen ohne didaktische oder technische Vorkenntnisse, schnell eigene Inhalte zu erstellen. So dokumentiert und teilt ihr Wissen im Unternehmen einfacher und effizienter.
     
  2. Flexible KI-Nutzung
    Ihr entscheidest selbst, ob und wie ihr KI im Autorentool einsetzt. Wer die volle Kontrolle über Inhalte, Prozesse und sensible Unternehmensdaten behalten möchte, entscheidet sich für ein Autorentool, bei dem ihr selbst entscheidet, ob und wie ihr KI einsetzt. Beispielsweise nur für Übersetzungen in verschiedene Sprachen oder um Vertonungen, Bilder oder Video zu generieren.
     
  3. Statistiken
    So behältst du stets de Überblick über abgeschlossene und noch offene Lernaktivitäten. Damit hast du die Möglichkeit, Mitarbeitende direkt an den Kurs zu erinnern. Zudem weist du so auch extern nach, dass deine Mitarbeitenden in einem bestimmten Thema geschult sind.

Das easylearn Autorentool easylearn share

Die Auswahl eines Autorentools geht über reine Funktionen hinaus. Entscheidend ist der gesamte Prozess: 

  1. Wie entstehen Inhalte? 
  2. Wer prüft die Qualität der e-Learnings? 
  3. Und wie gelangen sie zu den Lernenden?
     

Strukturierter 4-Schritte-Prozess

Erstellen, prüfen, freigeben, veröffentlichen – alles in einem Prozess

Mit easylearn share erstellen Fachexpertinnen und Fachexperten im Unternehmen ihre eigenen e-Learnings und teilen ihr Wissen direkt mit der Organisation. Die Erstellung ist intuitiv und ohne technische Hürden möglich, so entsteht wertvoller User Generated Content genau dort, wo das Fachwissen vorhanden ist.

Besonders einzigartig: Der integrierte Redaktionsprozess im LMS.
Bevor ein Kurs veröffentlicht wird, prüfen verantwortliche Personen die Inhalte didaktisch und formal. Erst nach dieser Freigabe geht der Kurs live. So bleibt die Qualität der Lerninhalte jederzeit gesichert.

Da easylearn share vollständig im LMS integriert ist, entsteht kein Medienbruch: Du erstellst, prüfst und veröffentlichst Inhalte zentral an einem Ort.

So verbindest du das Wissen deiner Mitarbeitenden mit einem strukturierten Qualitätsprozess und schaffst nachhaltige, verständliche Lerninhalte für das ganze Unternehmen.

 

Leitfaden: Autorentool erfolgreich einführen

Ein Autorentool einzuführen, bedeutet mehr, als eine Software zu kaufen. Es verändert Prozesse, Verantwortlichkeiten und den Umgang mit internem Wissen. Wenn du strukturiert vorgehst, sicherst du Know-how langfristig im Unternehmen.

Kostenloser Leitfaden: Autorentool erfolgreich einführen

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