
Lerninhalte fürs Unternehmen: kaufen, selbst erstellen oder extern entwickeln?
Datum
08. October 2026
Eine Lernplattform ohne Content ist wie Netflix ohne Filme: Die Plattform steht zwar bereit, aber erst die passenden Lerninhalte machen sie nützlich. Sobald du also den Schulungsbedarf in deinem Unternehmen ermittelt und priorisiert hast, folgt der nächste Schritt: Passende e-Learning-Inhalte beschaffen und diese aktuell halten. Für manche Themen gibt es fertige Standardkurse, andere entwickelst du mit internem Fachwissen selbst und bei komplexen Anforderungen lässt du das e-Learning extern erstellen. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du pro Lernbedarf den passenden Weg wählst und die spätere Aktualisierung gleich mitdenkst.
Lerninhalte beschaffen: Die drei Wege im Überblick
Fertige e-Learnings kaufen
Zu vielen allgemeinen Themen gibt es bereits fertige e-Learnings. Dazu gehören beispielsweise digitale Kompetenzen, Kommunikation, Soft Skills und bestimmte Compliance-Grundlagen. Entsprechend eignen sich solche Kurse für universelle Inhalte und Themen, die nicht unternehmensspezifisch sind. Je nach Anbieter hast du aber die Möglichkeit, die Inhalte an Sprache, Beispiele oder das Corporate Design deines Unternehmens anzupassen.
Der grösste Vorteil: Die Inhalte sind rechtlich sowie didaktisch geprüft und sind sofort einsatzbereit. Kläre unbedingt, wie der Anbieter Aktualisierungen handhabt, welche Länder und Sprachen abgedeckt sind und ob der Kurs zu deinem Wissensstand und deinen Lernzielen passt. Prüfe auch das Lizenzmodell. Denn die Gesamtkosten hängen unter anderem davon ab, wie viele Mitarbeitende lernen, wie lange der Zugang gilt und welche Aktualisierungen enthalten sind.
e-Learnings intern erstellen
Unternehmensspezifische Inhalte, für die es keine Standardkurse gibt und die eine regelmässige Anpassung erfordern, produziert ihr am besten selbst. Ein typisches Beispiel dafür ist das Onboarding. Auch bei stark wachsender Belegschaft ist die Eigenproduktion sinnvoll. Denn während Standardkurse meistens pro Person und Jahr kosten, erstellst du mit einem Autorentool Kurse, die beliebig viele Mitarbeitende beliebig lange nutzen. Änderungen passt dein Team in kurzer Zeit selbst an.
Mit einem Autorentool holst du das Wissen aus den Köpfen deiner Mitarbeitenden und digitalisierst es: Interne Fachpersonen überführen ihr Know-how in e-Learnings und eine Redaktion sichert Didaktik, Aufbau und Verständlichkeit. Denn wer erklärt eure Prozesse und Produkte besser als die eigenen Fachpersonen, die täglich damit arbeiten? Wenn du die Kosten für die interne Kurserstellung kalkulierst, beziehe darum neben der Softwarelizenz auch die Arbeitszeit der beteiligten Personen ein.
Dein Team weiss, wie es geht.
Mit dem Autorentool easylearn share wird aus ihrem Wissen ein e-Learning.
easylearn share entdeckenTipp für die Autorentool-Auswahl:
Bei einem Autorentool zählen mehr als nur die Design-Optionen. Prüfe vorab genau, wie mehrere Personen mit dem Tool zusammenarbeiten können und wie sie Inhalte prüfen und freigeben. Ein intuitives Tool senkt zudem die Einstiegshürde für deine Fachpersonen massiv.
e-Learnings von Profis machen lassen
Eine externe Entwicklung eignet sich für unternehmensspezifische Lerninhalte, die strategisch wichtig sind oder intern an zeitliche oder didaktische Grenzen stossen. Externe Fachleute bereiten das Fachwissen didaktisch auf und entwickeln daraus ein passendes e-Learning. Deine Fachpersonen bleiben wichtig: Sie liefern die Inhalte und prüfen, ob Aussagen und Beispiele fachlich stimmen.
Eine klare Auftragsklärung schafft die Grundlage für die Planung: Halte mit der Agentur fest, was das e-Learning vermitteln soll und wer damit lernt. Vereinbare unbedingt auch die Nutzungs- und Bearbeitungsrechte, den Zugang zu den Quelldateien und die Zuständigkeit für allfällige spätere Anpassungen. Ob sich die Investition lohnt, beurteilst du, indem du die Projektkosten im Verhältnis zur erwarteten Nutzung und Lebensdauer des Kurses beurteilst.
Kein Standardkurs passt zu deinem Thema?
Wir bringen dein Wissen ins e-Learning!
Mehr über die easylearn Kursproduktion erfahrenBest Practice: Der richtige Content-Mix
Ein ausgewogener Content-Mix verbindet vorhandene Standardkurse mit internem Wissen und gezielter externer Unterstützung. Ein Standardkurs vermittelt Grundlagen, ein internes Lernangebot ergänzt die betrieblichen Abläufe. Für strategisch wichtige Themen mit komplexen Szenarien lohnt es sich, ein individuelles e-Learning extern erstellen zu lassen. So nutzt du bestehende Inhalte und setzt interne Ressourcen dort ein, wo sie den grössten Mehrwert schaffen.
Wähle den Beschaffungsweg für jeden Lernbedarf einzeln. Prüfe dafür den benötigten Individualisierungsgrad, den Einsatztermin, den Aktualisierungsrhythmus und die internen Ressourcen. Vergleiche nicht nur den Anschaffungspreis, sondern den Aufwand für Erstellung, Nutzung und Pflege. So entsteht ein Lernangebot, das zu den Anforderungen deines Unternehmens passt und langfristig tragfähig bleibt.
Entscheidungslogik: Drei Fragen helfen bei der Wahl


