Bevor wir messen, müssen wir klären, was wir messen wollen. «Wirkung» ist kein einheitlicher Begriff. Sie zeigt sich auf verschiedenen Ebenen, mit unterschiedlicher Verzögerung. Das erleben wir in der Zusammenarbeit mit Unternehmen immer wieder: Wer das nicht von Anfang an unterscheidet, misst am Ende das Falsche.
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Ebene |
Name |
Frage |
Beispiel |
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1 |
Reaktion |
Wie hat es den Teilnehmenden gefallen? |
Zufriedenheitsumfrage direkt nach dem Training |
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2 |
Lernen |
Was wurde gelernt? |
Wissenstest vor/nach dem Training |
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3 |
Verhalten |
Wird das Gelernte angewendet? |
Beobachtung, Vorgesetzten-Feedback nach 4–8 Wochen |
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4 |
Ergebnisse |
Was hat es dem Unternehmen gebracht? |
Fehlerquote, Umsatz, Fluktuation |
Je höher die Ebene, desto aussagekräftiger und desto anspruchsvoller ist die Messung. Ebene 1 (Zufriedenheit) ist schnell erhoben, sagt aber wenig über den tatsächlichen Lernerfolg aus. Ebene 4 (Ergebnisse) trifft den Nerv der Geschäftsleitung, braucht aber Zeit und ist von vielen Faktoren abhängig.
Praxis-Tipp: Fang nicht auf Ebene 4 an. Wer heute noch gar nichts misst, gewinnt schon enorm viel, wenn er nach jedem Training einen kurzen Wissenstest durchführt und sechs Wochen später ein strukturiertes Feedback vom Vorgesetzten einholt. Ebene 2 und 3 sind also ein realistischer Einstieg.

